
BLWH2
Verbundvorhaben
EnEff:Wärme: BLWH2 – Erschließung und Versorgung von Bestandsgebäuden und Neubauentwicklungen der Stadt Bad Lauchstädt mit klimaneutraler Wärme
Teilvorhaben: Konzeptentwicklung und Lebenszyklusanalyse für das Versorgungskonzept mit Großelektrolysen
Projektlaufzeit: 11/2024 – 10/2026
BLWH2 verfolgt das Ziel, konkrete Versorgungsmöglichkeiten für unterschiedliche Abnehmer mit Abwärme aus der Elektrolyse zu erforschen, zu bewerten und daraus umfassende Konzepte für eine sichere Versorgung urbaner Gebiete zu entwickeln. Im Zuge dieser Bemühungen soll die Wertschöpfungskette des naheliegenden Reallabors „Energiepark Bad Lauchstädt” erweitert werden. Aufgrund der Standortnähe zum Reallabor bietet die Stadt Bad Lauchstädt eine optimale Möglichkeit zur Umsetzung und besitzt damit zum aktuellen Zeitpunkt ein Alleinstellungsmerkmal im gesamten Bundesgebiet. Durch das Vorhaben werden nicht nur Wissenslücken im Bereich der Sektorenkopplung, der Abwärmeverteilung und -anwendung geschlossen, sondern auch die Wertschöpfungskette des Reallabor Energiepark Bad Lauchstädt in einem realen Anwendungsfall ausgebaut. Für dezentrale Einheiten von Elektrolyseuren im zwei- bis dreistelligen Megawatt-Bereich eignet sich diese Wärme grundsätzlich zur Versorgung von Nah- und Fernwärmenetzen im urbanen Umfeld dieser Einheiten, auch wenn das Temperaturniveau nicht den traditionellen Größen der Fernwärmeversorgung entspricht (Elektrolyse ca. 60 °C, Fernwärme ca. 90 °C). Es wird ein abgestimmtes Modell zur Einsatzoptimierung der Komponenten, sowie ein übergreifendes Energiemanagementsystem entwickelt. BLWH2 legt mit der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeitsprüfung der zu errichtenden Infrastrukturen die Grundlage für die bauliche Errichtung der Infrastrukturen und deren Inbetriebnahme.
Beitrag der HTWK Leipzig
Die HTWK Leipzig übernimmt die Einsatzoptimierung und Auslegung zentraler Komponenten der Energieinfrastruktur. Dies erfolgt mittels pythonbasierter Modellierung des betrachteten Energiesystems zur Analyse und Bewertung verschiedener Betriebsstrategien. Auf dieser Grundlage werden optimale Betriebsweisen der Wärmeversorgungssysteme entwickelt, um eine effiziente, wirtschaftliche und ökologisch vorteilhafte standortspezifische Versorgung sicherzustellen.
Darüber hinaus führt die HTWK Leipzig im Projekt eine standortspezifische Lebenszyklusanalyse (LCA) der Gas- und Wärmeversorgungsinfrastruktur gemäß DIN EN ISO 14040 und DIN EN ISO 14044 durch. Ziel ist es, die ökologischen Auswirkungen der bevorzugten Versorgungslösungen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg zu bewerten, insbesondere im Hinblick auf Treibhausgasemissionen.
Förderung
BMWE | Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Kooperations-/Projektpartner
- DBI Gas- und Umwelttechnik GmbH
- Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH
- envia THERM GmbH
- VNG AG
Poster
Kontakt
Projektleitung
Prof. Dr.-Ing. Robert Huhn
Professur Gas- und Wärmenetze
Telefon: +49 (0)341 3076 4123
E-Mail: robert(dot)huhn(at)htwk-leipzig.de
Arbeitsgruppenleitung
M.Eng. Robin Pischko
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 (0)341 3076 4215
E-Mail: robin(dot)pischko(at)htwk-leipzig.de
Projektkoordination
M.Eng. Malte Sommer
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Telefon: +49 (0)341 3076 6569
E-Mail: malte(dot)sommer(at)htwk-leipzig.de




